NEIN ZUR TODESSTRAFE! OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Website der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Amnesty wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen die Todesstrafe – ohne Ausnahme und unabhängig davon, welche Straftat jemand begangen hat, was der Täter für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode ein Staat anwendet.

Verbrechen müssen geahndet werden. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine Haftstrafe.

Amnesty versucht, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in Gesetz und Praxis.

Burkina Faso fast ohne Todesstrafe

Am 31. Mai 2018 schaffte das Parlament des westafrikanischen Landes Burkina Faso die Todesstrafe aus dem Bereich des zivilen Strafrechts ab. Dazu wurde ein neues Strafgesetzbuch verabschiedet, das die Todesstrafe als mögliche Strafe für gewöhnliche Tatbestände nicht mehr vorsieht. Das überarbeitete Dokument wurde mit 83 zu 42 Stimmen angenommen. Es trat am 22. Juni 2018 Weiterlesen

Wieder Hinrichtungen in Nebraska?

Im Bundesstaat Nebraska in den USA soll die erste Hinrichtung seit 21 Jahren durchgeführt werden. Der Hinrichtungstermin für einen des Mordes überführten Gefangenen, der sich seit 38 Jahren im Todestrakt befindet und alle Rechtsmittel aufgegeben hat, ist auf den 14. August 2018 festgesetzt. Amnesty International appelliert an die Behörden von Nebraska, die Hinrichtung nicht durchzuführen. Weiterlesen

Japan: Todesstrafe für Anschlag

Insgesamt 13 Mitglieder der neureligiösen Gruppierung Aum Shinrikyo (Aum) sind in Japan ohne Vorankündigung durch den Strang hingerichtet worden. Die Urteilsvollstreckungen fanden in zwei Wellen am 6. und 26. Juli 2018 statt. Unter den Hingerichteten befand sich auch der „Guru“ der Sekte, Chizuo Matsumoto. Amnesty International verurteilt die Exekutionen und ist der Überzeugung, dass sie Weiterlesen

Rückfall in Nevada?

Der Bundesstaat Nevada (USA) bereitet sich auf die erste Hinrichtung seit zwölf Jahren vor. Ein Häftling, der seine eingelegten Rechtsmittel zurückgezogen hatte, soll am 11. Juli, um 20 Uhr Ortszeit, in der neuen Todeskammer im Ely State Gefängnis hingerichtet werden. Er war für einen im Jahr 2002 begangenen Mord zum Tode verurteilt worden. Die Behörden Weiterlesen

Kehrt Sri Lanka zu Hinrichtungen zurück?

Der Präsident Sri Lankas, Maithripala Srisena, drängt Berichten zufolge darauf, 19 Gefangene exekutieren zu lassen. Gegen alle ist wegen Drogendelikten das Todesurteil ergangen. Der Inselstaat im Indischen Ozean führte seine letzte Hinrichtung 1976 durch. Seit mehr als 40 Jahren werden keine Hinrichtungsbefehle erlassen und zum Tode Verurteilte verbüßen lebenslange Freiheitsstrafen. Ein Regierungssprecher sagte, Drogenkriminelle sollen Weiterlesen

Iran: Licht und Schatten in Sachen Todesstrafe

Anfang Juli teilte die iranische Generalstaatsanwalt mit, 1.700 Todesurteile, die für Drogenvergehen verhängt worden waren, seinen abgemildert worden. Statt der Todesstrafe müssen die Verurteilten nun lebenslange Haftstrafen verbüßen oder weniger schwere Formen der Strafe hinnehmen. Hintergrund dieser Strafumwandlungen ist eine Reform der Antidrogengesetze, die im November 2017 in Kraft traten und die die Schwelle für Weiterlesen

New Hampshire hält an der Todesstrafe fest

New Hampshire ist ein US-Bundesstaat im Osten der USA gelegen. Es ist der einzige der Neuengland-Staaten, in dem die Todesstrafe noch zulässig ist. Die letzte Hinrichtung geht allerdings auf das Jahr 1939 zurück. Im Todestrakt sitzt derzeit nur ein Gefangener ein, der 2008 wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilt worden war. Der Gesetzgeber unternahm nun die Weiterlesen

Beklagenswert: Thailand nimmt Hinrichtungen wieder auf

Am 18. Juni wurde das Todesurteil an einem 26-jährigen Mann wegen Mordes vollstreckt, die erste Hinrichtung in Thailand seit August 2009. Amnesty International hat Informationen erhalten, wonach der Königspalast jüngst mehrere weitere Anträge auf Begnadigung abgelehnt haben soll. Es wäre dies das erste Mal seit vielen Jahren, dass Gnadengesuchen nicht stattgegeben wird. Amnesty befürchtet daher, Weiterlesen

Mauretanien: Zwingende Todesstrafe für Gotteslästerung

Mauretanien ist ein Staat im nordwestlichen Afrika am Atlantik. Die Nationalversammlung des Landes verabschiedete am 27. April 2018 ein Gesetz, das die Bestrafung von Verbrechen im Zusammenhang mit Apostasie (Abfall vom Glauben) neu regelt. Das Gesetz ersetzt den Paragrafen 306 des Strafgesetzbuchs. Es schreibt nun die Todesstrafe für „gotteslästerliche Äußerungen“ und „frevlerische Handlungen“ zwingend vor. Weiterlesen

Zahlen zur Todesstrafe 2017

Eine Handvoll Staaten ist für die Masse der weltweit gezählten Hinrichtungen verantwortlich. Das dokumentiert der neue Amnesty-Bericht zur Todesstrafe. Er zeichnet für das abgelaufene Jahr 2017 ein gemischtes Bild, geprägt von Fortschritten wie Rückschlägen. Amnesty International registrierte 2017 weltweit einen Rückgang sowohl der Hinrichtungen als auch der verhängten Todesurteile. Weniger als 1.000 Hinrichtungen und weniger als 2.600 Weiterlesen