NEIN ZUR TODESSTRAFE! OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Webseite der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Die Todesstrafe ist eine vorsätzliche Tötung von Menschen durch den Staat. Amnesty wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen diese Strafe – ohne Ausnahme und unabhängig davon, welche Straftat jemand begangen hat, was die Täterin oder der Täter für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode zur Anwendung kommt.

Verbrechen müssen geahndet werden. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine Haftstrafe. Das Risiko, Unschuldige hinzurichten, ist nie auszuschließen.

Amnesty versucht, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in Gesetz und Praxis.

Iran: Hinrichtungswelle muss gestoppt werden

Neue Recherchen von Amnesty International und dem Abdorrahman-Boroumand-Zentrum für Menschenrechte in Iran zeigen, dass die iranischen Behörden zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2022 mindestens 251 Menschen hingerichtet haben. Weiterlesen

Japan: Erste Hinrichtung des Jahres

Am 26. Juli 2022 exekutierte Japan den 39-jährigen Strafgefangenen Tomohiro Kato – landesüblich durch den Strang. Es war die erste Hinrichtung in dem ostasiatischen Land in diesem Jahr. Weiterlesen

Myanmar: Erste Hinrichtungen seit Jahrzehnten

Seit Jahrzehnten wurde in Myanmar kein Todesurteil mehr vollstreckt, die Todesstrafe im Gesetz jedoch beibehalten. Die letzte Hinrichtung soll in dem südostasiatischen Land 1988 stattgefunden haben. Jetzt haben die Militärbehörden die Todesurteile von vier Männern in den Morgenstunden des 23. Juli 2022 vollstrecken lassen. Weiterlesen

Singapur: Weitere Hinrichtungen verhindern

Singapur hat Ende März 2022 erstmals seit drei Jahren wieder einen Menschen hingerichtet. Trotz weltweiter Proteste bestätigte nur einen Tag nach dem Vollzug der Todesstrafe an Abdul Kahar bin Othman wegen Heroinhandels ein Gericht in Singapur ein weiteres Drogen-Todesurteil. Weiterlesen

Zentralafrikanische Republik stellt die Weichen für ein Ende der Todesstrafe

Das Parlament der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) hat am 27. Mai 2022 die vollständige Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Das teilte der Sprecher der Nationalversammlung, Simplice Mathieu Sarandji, mit. Präsident Faustin Archange Touadéra muss das Gesetz noch durch seine Unterschrift bestätigen, erst dann tritt es in Kraft. Weiterlesen

Saudi-Arabien: Hinrichtung verhindern!

Abdullah al-Huwaiti ist in unmittelbarer Hinrichtungsgefahr, nachdem ein Berufungsgericht sein Todesurteil in einem unfairen Verfahren bestätigte. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme am 11. Mai 2017 war er erst 14 Jahre alt. Ihm wurde vorgeworfen, mit einer Bande einen Juwelier ausgeraubt und dabei eine Sicherheitskraft getötet zu haben. Weiterlesen

Malaysia: zwingende Todesstrafe vor dem Aus

Die malaysische Regierung hat den Weg für eine Einschränkung der Todesstrafe geebnet. Am 10. Juni 2022 erklärte Justizminister Wan Junaidi Tuanku Jaafar, dass die Regierung der Abschaffung der zwingend vorgeschriebenen Todesstrafe zugestimmt habe. Weiterlesen

Licht und Schatten – Die Bilanz zur Todesstrafe 2021

Erneut hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ihren jährlichen Bericht zur Lage der Todesstrafe auf der Welt vorgestellt. Und die Schlussrechnung für das Jahr 2021 fällt enttäuschend aus, wenn man zunächst nur die nüchternen Zahlen sprechen lässt. Weiterlesen