NEIN ZUR TODESSTRAFE! OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Webseite der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Die Todesstrafe ist eine vorsätzliche Tötung von Menschen durch den Staat. Amnesty wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen diese Strafe – ohne Ausnahme und unabhängig davon, welche Straftat jemand begangen hat, was die Täterin oder der Täter für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode zur Anwendung kommt.

Verbrechen müssen geahndet werden. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine Haftstrafe. Das Risiko, Unschuldige hinzurichten, ist nie auszuschließen.

Amnesty versucht, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in Gesetz und Praxis.

10.10.: Welttag gegen die Todesstrafe

Der 10. Oktober ist der Internationale und Europäische Tag gegen die Todesstrafe, kurz Welttag gegen die Todesstrafe. Seit 2003 wird er jährlich von der „Weltkoalition gegen die Todesstrafe“ (World Coalition against the Death Penalty − WCADP) ausgerufen, in diesem Jahr also bereits zum 20. Mal. Weiterlesen

Iran: LGBTI-Aktivistin droht Hinrichtung

Die iranischen LGBTI-Aktivistinnen Zahra Sedighi-Hamadani (Foto) und Elham Choubdar wurden wegen „Ver dorbenheit auf Erden“ zum Tode verurteilt. Gründe für die Verurteilung der Frauen sind ihre tat-sächliche oder vermeintliche sexuelle Orientierung und / oder ihre Geschlechtsidentität sowie ihre Akti-vitäten zur Unterstützung von LGBTI-Gemeinschaften in den Sozialen Medien. Weiterlesen

Äquatorialguinea schafft die Todesstrafe ab

Die Republik Äquatorialguinea, allgemein als Äquatorialguinea bezeichnet, ist ein vergleichsweise kleiner Staat in Subsahara-Afrika. Der Festlandteil des Staates grenzt im Norden an Kamerun, im Süden und Osten an Gabun und im Westen an den Golf von Guinea. Nun hat das autoritär regierte Land die Todesstrafe abgeschafft. Weiterlesen

Zentralafrika macht Schluss mit der Todesstrafe

In der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) legte ein Parlamentsausschuss für Demokratie, Justiz und Verwaltung am 21. April 2021 einen Bericht vor, der empfahl, die Todesstrafe aufzugeben. Der Ausschuss hatte zuvor Expert*innen und Menschenrechtsorganisationen angehört. Erste Pläne, die Todesstrafe zu beenden, waren seit dem Jahr 2018 auf der politischen Agenda. Weiterlesen

Iran: Hinrichtungswelle muss gestoppt werden

Neue Recherchen von Amnesty International und dem Abdorrahman-Boroumand-Zentrum für Menschenrechte in Iran zeigen, dass die iranischen Behörden zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2022 mindestens 251 Menschen hingerichtet haben. Weiterlesen

Japan: Erste Hinrichtung des Jahres

Am 26. Juli 2022 exekutierte Japan den 39-jährigen Strafgefangenen Tomohiro Kato – landesüblich durch den Strang. Es war die erste Hinrichtung in dem ostasiatischen Land in diesem Jahr. Weiterlesen

Myanmar: Erste Hinrichtungen seit Jahrzehnten

Seit Jahrzehnten wurde in Myanmar kein Todesurteil mehr vollstreckt, die Todesstrafe im Gesetz jedoch beibehalten. Die letzte Hinrichtung soll in dem südostasiatischen Land 1988 stattgefunden haben. Jetzt haben die Militärbehörden die Todesurteile von vier Männern in den Morgenstunden des 23. Juli 2022 vollstrecken lassen. Weiterlesen

Singapur: Weitere Hinrichtungen verhindern

Singapur hat Ende März 2022 erstmals seit drei Jahren wieder einen Menschen hingerichtet. Trotz weltweiter Proteste bestätigte nur einen Tag nach dem Vollzug der Todesstrafe an Abdul Kahar bin Othman wegen Heroinhandels ein Gericht in Singapur ein weiteres Drogen-Todesurteil. Weiterlesen

Zentralafrikanische Republik stellt die Weichen für ein Ende der Todesstrafe

Das Parlament der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) hat am 27. Mai 2022 die vollständige Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Das teilte der Sprecher der Nationalversammlung, Simplice Mathieu Sarandji, mit. Präsident Faustin Archange Touadéra muss das Gesetz noch durch seine Unterschrift bestätigen, erst dann tritt es in Kraft. Weiterlesen