NEIN ZUR TODESSTRAFE! OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Webseite der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Die Todesstrafe ist eine vorsätzliche Tötung von Menschen durch den Staat. Amnesty wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen diese Strafe – ohne Ausnahme und unabhängig davon, welche Straftat jemand begangen hat, was die Täterin oder der Täter für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode zur Anwendung kommt.

Verbrechen müssen geahndet werden. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine Haftstrafe. Das Risiko, Unschuldige hinzurichten, ist nie auszuschließen.

Amnesty versucht, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in Gesetz und Praxis.

Singapur beendet Hinrichtungsstopp

Nach mehr als zweijähriger Unterbrechung hat Singapur wieder damit begonnen, Todesurteile zu vollstrecken. Am Morgen des 30. März 2022 exekutierten die Behörden Abdul Kahar bin Othman. Das Todesurteil wurde – wie in Singapur üblich – durch den Strang vollstreckt. Weiterlesen

Saudi-Arabien: 81 Menschen an nur einem Tag hingerichtet

In Saudi-Arabien sind nach Berichten von Staatsmedien binnen eines Tages 81 Menschen hingerichtet worden. Diese Massenhinrichtung am 12. März signalisiert einen erschreckenden Anstieg bei der Vollstreckung von Todesurteilen. Die Zahl der Exekutionen in dem Königreich hat sich somit allein im Jahr 2022 auf 92 erhöht. Weiterlesen

Iran: Hinrichtungen verhindern!

Sieben iranischen Kurden droht die Hinrichtung. Sie wurden wegen „Verdorbenheit auf Erden“ für schuldig befunden und in Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Die Prozesse entsprachen bei Weitem nicht den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren. Weiterlesen

Singapur: Todesstrafe soll wieder vollstreckt werden

Die Regierung von Singapur plant, Hinrichtungen wieder aufzunehmen. Ursprünglich war vorgesehen, dass bereits am Mittwoch, 16. Februar 2022, zwei Gefangene exekutiert werden sollten. Beide Männer wurden im selben Fall wegen Drogenhandels für schuldig befunden. Weiterlesen

Iran: Todesurteil gegen Jugendlichen aufgehoben

Mohammad Reza Haddadi ist ein junger Mann. Er sitzt seit 2004 in Iran im Todestrakt. Er war wegen seiner angeblichen Beteiligung an einem Mord, begangen im Jahr 2003, zum Tode verurteilt worden, obwohl er zum Tatzeitpunkt erst 15 Jahre alt war. Weiterlesen

Nigeria: Drohende Hinrichtung eines Sängers

Dem nigerianischen Sänger Yahaya Sharif-Aminu droht unverändert der Tod durch Erhängen. Der Grund: Im Februar/März 2020 hatte der damals 22-Jährige ein selbst komponiertes Lied über WhatsApp verbreitet, das abwertende Äußerungen gegen den Propheten Mohammed enthalten soll. Weiterlesen