NEIN ZUR TODESSTRAFE! – OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Webseite der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Amnesty International wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen die Todesstrafe – ohne Ausnahme und unabhängig von der Art oder den Umständen des Verbrechens, der Schuld oder möglichen Unschuld, unabhängig von der Frage, was der Täter oder die Täterin für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode ein Staat anwendet.

Verbrechen müssen geahndet werden, keine Frage. Die Todesstrafe verstößt jedoch ganz grundlegend gegen die Menschenrechte. Sie verletzt das Recht auf Leben und stellt eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe dar. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine langjährige Haftstrafe. Die Todesstrafe ist niemals die Lösung. Sie ist nicht umkehrbar und wird von Justizsystemen verhängt und angewendet, die nicht gegen Diskriminierung und Irrtümer gefeit sind.

Amnesty versucht deshalb, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in der Gesetzgebung und in der Praxis.

Südsudan: Mit 15 in die Todeszelle

Magai Matiop Ngong ist ein Jugendlicher und war lange in Gefahr, hingerichtet zu werden. Ein Gericht in Südsudan (Nordost-Afrika) hatte gegen den Schüler wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2017 die Todesstrafe verhängt. Nun hob ein Berufungsgericht das umstrittene Todesurteil auf. Weiterlesen

Bahrain: Unmittelbar bevorstehende Hinrichtungen

Zwei Männer sind akut vom Vollzug der Todesstrafe bedroht. Bahrain, ein arabisches Königreich in einer Bucht im Persischen Golf, hat erneut die Todesurteile gegen sie bestätigt, obwohl Beweise dafür vorliegen, dass beide Männer bei den Vernehmungen gefoltert wurden. Weiterlesen

Belarus: Hinrichtungen verhindern!

In Belarus (Weißrussland), dem einzigen europäischen Land, in welchem die Todesstrafe noch angewandt wird, droht zwei jungen Brüdern nun der Tod durch Erschießen. Weiterlesen

Singapur verhängt Todesurteil per Videokonferenz

Der südostasiatische Stadtstaat ist bekannt für seine rigorose Anti-Drogenpolitik. In Singapur steht auf Drogenhandel die Todesstrafe, und zwar zwingend. Wird jemand wegen eines Drogendelikts schuldig gesprochen, so lautet die obligatorische Strafe Tod durch Erhängen. Weiterlesen

Die USA nehmen Hinrichtungen wieder auf

Die USA haben einen faktischen Hinrichtungsstopp beendet. Der Vollzug der Todesstrafe ruhte seit Anfang März 2020 landesweit, seit die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) zur Pandemie erklärt wurde. Weiterlesen

Malaysia: Reformeifer verpufft?

In dem südostasiatischen Staat Malaysia stehen wichtige Reformbestrebungen zur Einschränkung der Todesstrafe im Land auf der Kippe.

Am 10. Oktober 2018 kündigte die seit Mai 2018 im Amt befindliche Regierung Malaysias ihre Absicht an, die Todesstrafe für alle Straftaten abschaffen zu wollen. Bereits im Juli 2018 war ein Hin­richtungsstopp für alle Todeskandidatinnen und -kandidaten verfügt worden. Weiterlesen

„Grausam und rachsüchtig“ – Iran richtet Jugendlichen hin

Die Hinrichtung von Shayan Saeedpour wegen einer Tat, die er als Minderjähriger begangen hatte, ist ein weiterer Beweis für die absolute Missachtung der iranischen Behörden gegenüber dem Recht auf Leben, so Amnesty International. Die Behörden exekutierten Shayan Saeedpour am 21. April 2020 im Zentralgefängnis von Saqez in der iranischen Provinz Kurdistan. Dort hatte ihn ein Weiterlesen

Zahlen zur Todesstrafe 2019

Erneut hat Amnesty International den jährlichen Bericht zur Todesstrafe auf der Welt vorgestellt. Auch wenn abermals ein leichter Rückgang an Hinrichtungen zu verzeichnen ist, wird der globale Trend zur Abschaffung in 2019 massiv getrübt. Die Todesstrafe ist mit grundlegenden Menschenrechten unvereinbar und für die Verbrechensbekämpfung weder notwendig noch nützlich. Dennoch hält eine Minderheit an Staaten Weiterlesen