Im November 2023 richteten die iranischen Behörden Ghasem Abesteh und Ayoub Karimi in einem Gefängnis der Großstadt Karadsch durch den Strang hin. Die beiden Männer waren Angehörige der kurdisch-sunnitischen Minderheit Irans. Die Abteilung 15 des Revolutionsgerichts in Teheran hatte die Angeklagten nach einem äußerst unfairen Verfahren wegen des weit gefassten und vage formulierten Tatbestandes „Korruption auf Erden“ (efsad-e fel-arz) und Verstößen gegen die nationale Sicherheit zum Tode verurteilt.
Ein Einzelfall? Leider nein. Einmal im Jahr zieht Amnesty International Bilanz und versucht zu ergründen, wie es weltweit um die Todesstrafe steht, jener grausamen und mittelalterlich anmutenden Strafe. Weiterlesen
