Die iranischen Behörden müssen die Pläne zur Hinrichtung der 21-jährigen Taraneh Rahimi unverzüglich stoppen sowie ihre Verurteilung und die Todesstrafe aufheben. Im August 2026 verurteilte ein Revolutionsgericht in Isfahan sie zum Tode – nach einem grob unfairen, von Folter geprägten Gerichtsverfahren. Taraneh Rahimi hatte im Januar 2026 an Protesten teilgenommen.
Einer informierten Quelle zufolge wurde Taraneh Rahimi nach ihrer Festnahme am 24. Januar 2026 über zwei Monate lang Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens. Um ein „Geständnis“ zu erzwingen, unterzogen Sicherheitskräfte sie der Folter und anderen Misshandlungen, die zu Verletzungen führten. Zudem drohten sie damit, ihre Schwester Romina – die ebenfalls festgenommen worden war – sexuell zu missbrauchen.
Taraneh Rahimis erzwungene „Geständnisse“ dienten als Beweismittel für ihre Verurteilung. Gegen sie und neun Mitangeklagte erging die Todesstrafe. Die Behörden warfen ihnen vor, während der Proteste an der Tötung eines Angehörigen der Islamischen Revolutionsgarde sowie eines obdachlosen Menschen beteiligt gewesen zu sein.
Innerhalb von weniger als zwei Monaten haben iranische Richter mindestens fünf weitere Frauen aufgrund politisch motivierter Vorwürfe und nach unfairen Verfahren zum Tode verurteilt oder bestehende Todesurteile gegen sie bestätigt. Es handelt sich dabei um: Mahboubeh Shabani, Marzieh (Souda) Ebrahimi Shamsabadi, Mojdeh Hashemi Bazargani, Najmeh Amini und Verisheh Moradi. Fotos der sechs betroffenen Frauen sind unter folgendem Link zu finden: https://canva.link/3u6681e3kwlnenk
Zahlreiche Menschen in Iran sind von politisch motivierten Todesurteilen und Hinrichtungen bedroht, weil die Behörden die Unterdrückung weiter verschärfen. Andere Staaten müssen dringend diplomatisch aktiv werden, um Druck auf die iranischen Behörden auszuüben, damit diese sämtliche Exekutionen stoppen und ein offizielles Hinrichtungsmoratorium erlassen.
