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Jahrzehnte Gefängnis für friedliche Menschenrechtsarbeit

19.04.2019

Am 9. Februar 2019 erfuhr die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh von der Vollstreckungsbehörde des Teheraner Evin-Gefängnisses, dass in ihrem jüngsten Gerichtsverfahren ein Urteil gegen sie ergangen war. Ihr wurde die Urteilsschrift vorgelegt, in der es hieß, dass sie in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen worden war. Das Urteil lautet auf 33 Jahre Haft und 148 Peitschenhiebe. Die Verhandlung hatte am 30. Dezember 2018 vor der Abteilung 28 des Teheraner Revolutionsgerichtes in ihrer Abwesenheit stattgefunden. Im September 2016 war sie in einem separaten Fall bereits zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, womit ihre Gefängnisstrafe nun insgesamt 38 Jahre beträgt. Nasrin Sotoudeh erkennt den Richterspruch nicht an. Als Protest hat sie einen Hungerstreik begonnen.

Die vom EU-Parlament mit dem Sacharow-Preis für Menschenrechte ausgezeichnete Juristin hat sich stets gegen die Todesstrafe in Iran eingesetzt. Sie vertrat insbesondere zum Tode verurteilte minderjährige Straftäterinnen und Straftäter. „Es ist absolut schockierend, dass Nasrin Sotoudeh für ihre friedliche Menschenrechtsarbeit mit fast vier Jahrzehnten Gefängnis und 148 Schlägen bestraft werden soll“, kritisiert Philip Luther, Direktor des Nahost- und Nordafrika-Programms bei Amnesty International. „Nasrin Sotoudeh muss sofort und bedingungslos freigelassen und diese skandalöse Verurteilung muss unverzüglich aufgehoben werden."

Nasrin Sotoudeh


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WAS KÖNNEN SIE TUN?

Nasrin Sotoudeh ist eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss.

♦  Drucken Sie die Vorlage aus und sammeln Sie Unterschriften unter eine  [Petition].

♦  Beteiligen Sie sich an dieser  [Online-Aktion].






  

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