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Iran: Licht und Schatten in Sachen Todesstrafe

05.07.2018


Anfang Juli teilte die iranische Generalstaatsanwalt mit, 1.700 Todesurteile, die für Drogenvergehen verhängt worden waren, seinen abgemildert worden. Statt der Todesstrafe müssen die Verurteilten nun lebenslange Haftstrafen verbüßen oder weniger schwere Formen der Strafe hinnehmen. Hintergrund dieser Strafumwandlungen ist eine Reform der Antidrogengesetze, die im November 2017 in Kraft traten und die die Schwelle für die Anwendung der Todesstrafe bei Drogenvergehen erhöhten. Es wird erwartet, dass die Gesetzesänderung die jährliche Gesamtzahl der Hinrichtungen in Iran zurückgehen lässt.

Ungeachtet dieser positiven Nachricht wurde nahezu zeitgleich bekannt, dass erneut ein Minderjähriger in Iran hingerichtet wurde. Der Teenager soll 14 Jahre alt gewesen sein, als er einen Mord beging. Dies ist mindestens der vierte jugendliche Täter, der seit Anfang 2018 in Iran exekutiert wurde. Mehr als 85 jugendliche Straftäter befinden sich derzeit in den Todeszellen des Landes. Die Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe gegen Personen, die zum Zeitpunkt der Begehung des Verbrechens unter 18 Jahre alt waren, stellen flagrante Verstöße gegen das Völkerrecht dar.

♦   Mehr zur Hinrichtung des Jugendlichen erfahren Sie in deutscher Übersetzung [hier].
♦   Eine Pressemitteilung in englischer Sprache lesen Sie [hier].

Amnesty International, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 05. Juli 2018





  

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