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Burkina Faso ohne Todesstrafe

01.06.2018

Am 31. Mai 2018 schaffte das Parlament des westafrikanischen Landes die Todesstrafe ab, indem es ein neues Strafgesetzbuch verabschiedete, das es als mögliche Strafe nicht mehr vorsieht. Das überarbeitete Dokument wurde mit 83 zu 42 Stimmen angenommen.

Die Todesstrafe war bis zur ihrer Abschaffung Bestandteil des Strafgesetzbuchs und für zahlreiche Vergehen sogar zwingend vorgeschrieben, darunter für Mord und Hochverrat, sofern keine mildernden Umstände vorlagen. Raubüberfall konnte ebenfalls mit dem Tode bestraft werden, wenn die für schuldig befundene Person zur Tatzeit bewaffnet war. Auch das Militärstrafrecht kannte die Todesstrafe beispielsweise für Mord.

Obwohl in Burkina Faso seit Ende der 1980er Jahre keine Hinrichtungen mehr stattgefunden haben, verhängte die Justiz weiterhin gelegentlich Todesurteile. Hinrichtungen wurden von Erschießungskommandos ausgeführt.

Sobald das neue Strafgesetz in Kraft tritt, wird Burkina Faso zum 107. Staat der Erde, der völlig auf die Todesstrafe verzichtet. Von den 54 Staaten Afrikas haben dann 21 die Todesstrafe vollständig und weitere 17 sie in der Praxis abgeschafft.

Amnesty International, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 01. Juni 2018




  

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