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Indonesien: Zeit für ein Hinrichtungsmoratorium

10.10.2016


Am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe (10. Oktober) steckt Indonesien inmitten einer schwierigen Diskussion. Im Anti-Drogenkampf bedient sich die Regierung der Todesstrafe als Mittel zur Demonstration einer "harten Hand" gegen Rauschgiftkriminalität. Vier Todeskandidaten wurden im Sommer wegen Drogendelikten hingerichtet, neun in letzter Minute verschont.

Es wurden Vorwürfe über die Verletzung der indonesischen Gesetze beim Vollzug der Höchststrafe erhoben. Eine Diffamierungsklage gegen einen Anti-Todesstrafenaktivisten wurde kürzlich abgewendet. Auf der anderen Seite liegt ein Gesetzesentwurf vor, der vorsieht, dass Todeskandidaten während eines Hinrichtungsaufschubs durch "gute Führung" erreichen können, dass Ihre Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt wird.

Weltweit gibt es keine überzeugenden Beweise dafür, dass eine besondere abschreckende Wirkung von der Todesstrafe ausgeht, die es rechtfertigen könnte, ein Menschenleben zu opfern. Amnesty International richtet daher die dringende Forderung an die indonesische Regierung,
alle anhängigen Todesstrafenfälle auf den Prüfstand zu stellen und ein Hinrichtungsmoratorium als ersten Schrit zur Abschaffung der Todesstrafe zu verfügen.

Mehr dazu lesen Sie in einer gemeinsamen Stellungnahme von Amnesty und anderen Nichtsregierungsorganisationen [hier] in Englisch oder Indonesisch.

 


 





  

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