StartseiteNewsletterInfosÜber unsAktiv werdenSpenden
 
 

Iran: Jugendlichem Straftäter droht die Hinrichtung

04.08.2015

Der heute 24 Jahre alte Iraner Salar Shadizadi ist in unmittelbarer Gefahr, für einen Mord hingerichtet zu werden, den er als 15-Jähriger begangen haben soll. Ihm wurde die Tötung eines Freundes vorgeworfen. Im Dezember 2007 verhängte ein Gericht die Todesstrafe gegen ihn. Die Vollstreckung seines Todesurteils war zunächst für Samstag, 1. August 2015 angesetzt, wurde dann aber um zehn Tage verschoben. Der Aufschub wurde möglicherweise gewährt, um der Familie von Salar Shadizadi mehr Zeit einzuräumen, eine Begnadigung durch die Familie des Opfers zu erwirken.

Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie das Übereinkommen über die Rechte des Kindes ratifiziert. Beide völkerrechtlichen Verträge der Vereinten Nationen verbieten es strikt, Verbrechen mit der Todesstrafe zu ahnden, die von Jugendlichen unter 18 Jahren begangen wurden. Mindestens 72 jugendliche Straftäter sind vermutlich in Iran von 2005 bis 2014 exekutiert worden. Von mindestens 160 minderjährigen Straftätern wird angenommen, dass sie derzeit in der Todeszelle sitzen und mit dem Tod durch den Strang rechnen müssen.

Amnesty International, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 03. August 2015

WAS KÖNNEN SIE TUN?

Appellieren Sie an die iranischen Behörden, die Hinrichtung von Salar Shadizadi zu stoppen. Schreiben Sie bitte sofort in Persisch, Englisch oder auf Deutsch.

  •  Online-Appell sowie mehr Informationen [hier].

  •  Pressemitteilung des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung [hier].






  

26.09.2018
10. Oktober: Internationaler Tag gegen die Todesstrafe


03.09.2018
Taiwan: Hinrichtung macht Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Todesstrafe zunic


10.08.2018
Burkina Faso fast ohne Todesstrafe


26.07.2018
Japan: Todesstrafe für Anschlag