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Washington: Zu viele Fehler im System

13.02.2014

Am 11. Februar 2014 setzte der US-Bundesstaat Washington die Todesstrafe aus. Gouverneur Jay Inslee, ein Politiker der Demokraten, stoppte die Vollstreckung der Todesstrafe mit der Begründung, sie werde nach eingehender Prüfung widersprüchlich und uneinheitlich angewendet. „Es gibt zu viele Zweifel, zu viele Fehler im System. Und wenn es darum geht, über den Tod zu entscheiden, steht zu viel auf dem Spiel, um ein unvollkommenes System zu akzeptieren“, sagte er und ergänzte, er hoffe, mit diesem Schritt die zunehmende landesweite Diskussion über die Todesstrafe zu unterstützen.

Das Moratorium bedeutet, dass der Gouverneur bis auf Weiteres keine Hinrichtungsbefehle unterzeichnen und zum Tode Verurteilten einen Vollstreckungsaufschub erteilen wird. An eine Begnadigung von Todeskandidaten oder Aufhebung von Todesurteilen wird derzeit jedoch nicht gedacht. Das Moratorium soll zunächst bis zum Ende der Amtszeit des Gouverneurs im Januar 2017 gelten.

In dem im Nordwesten der USA an der Pazifikküste gelegenen Bundesstaat befinden sich gegenwärtig neun Männer im Todestrakt. Seit Wiederzulassung der Todesstrafe im Jahr 1976 sind fünf Verurteilte dort hingerichtet worden, letztmals im Jahr 2010. Im November 2011 hatte bereits der Nachbarstaat Oregon angekündigt, vorerst keine weiteren Exekutionen mehr vorzunehmen. 32 der insgesamt 50 Bundesstaaten der USA sehen die Todesstrafe derzeit noch in ihren Strafgesetzen vor.

Amnesty International, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 13. Februar 2014





  

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