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Attentäter sterben durch den Strang in Bangladesch

03.02.2010


Fünf ehemalige Armeeoffiziere, die des Mordes an Bangladeschs erstem Präsidenten Sheikh Mujibur Rahman und nahezu seiner gesamten Familie schuldig befunden worden waren, sind in der Nacht zum 28. Januar 2010 hingerichtet worden. Die Todesurteile wurden nur 13 Stunden nach der letzten richterlichen Prüfung ihrer Urteile im Zentralgefängnis von Dhaka durch den Strang vollstreckt.

Das Attentat war im August 1975 verübt worden. Der Oberste Gerichtshof hatte alle fünf Todesurteile nach einer letzten Überprüfung am 27. Januar 2010 bestätigt. Mehrere Wochen zuvor waren die Gnadengesuche von drei der Gefangenen vom amtierenden Präsidenten Zillur Rahman zurückgewiesen worden. Kurz nachdem der Oberste Gerichtshof seine endgültige Entscheidung, die Todesurteile aufrechtzuerhalten, verkündet hatte, lehnte der Präsident ein weiteres Gnadengesuch ab. Nur einer der zum Tode Verurteilten hatte darauf verzichtet, ein Gnadengesuch an den Präsidenten zu richten.

Im Jahr 2008 wurden in Bangladesch nach Informationen von Amnesty International mindestens 185 Todesurteile verhängt und fünf vollstreckt.

Amnesty International, 29.01.2010





  

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