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Japan henkt drei Mörder

01.02.2008

Der neue japanische Justizminister Kunio Hatoyama verlangte am 25. September 2007 die schnellere Vollstreckung von Todesurteilen. Er gilt als vehementer Befürworter der Todesstrafe. Seiner Ankündigung lässt er nun Taten folgen: Nachdem auf seine Anordnung bereits Anfang Dezember 2007 drei Todesurteile vollstreckt wurden, endeten am 1. Februar erneut drei verurteilte Mörder am Galgen. Todeskandidaten erfahren in Japan erst am Morgen ihres Hinrichtungs-tages von der unmittelbar bevorstehenden Vollstreckung des Todesurteils. Im Unterschied zu früher werden nun die Namen der Gehenkten sowie die Hinrichtungsorte veröffentlicht. Es handelt sich um drei Männer im Alter von 65, 63 und 37 Jahren. Die Exekutionen erfolgten in Gefängnissen in Tokio, Osaka und Fukuoka. Derzeit sind weitere 105 Straftäter vom Vollzug der Todesstrafe bedroht.

Neben den USA ist Japan der einzige G-8-Staat und damit eines der ganz wenigen hoch industrialisierten und demokratischen Länder, in dem Hinrichtungen stattfinden. Die Anwendung der Todesstrafe stieß bei Menschenrechtsorgani-sationen wie amnesty international und bei der EU auf heftige Kritik.

Weitere Informationen finden Sie in der folgeden englischen Pressemitteilung des Internationalen Sekretariats von amnesty international  "Japan: Amnesty International condemns new round of “streamlined” executions".

amnesty international, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 02. Februar 2008





  

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